White Flowers
29.12.09

"Der Sinn des Lebens" - wer hat darüber noch nie nachgedacht? Das tun wir doch alle! Der Sinn des Lebens besteht darin, glücklich zu sein, eine heile Familie zu haben, geregeltes Einkommen, möglicherweise aber auch ein Karrieretyp sein oder des nachts durch die Betten hüpfen. Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Daraus entstand eine Diskussion über das "Topf-Deckel-Prinzip" - was das ist? Ganz einfach. Hier ein paar Stichpunkte: Jeder Topf hat einen Deckel, die Liebe des Lebens, etc. blabla. Aber ist es das, was Menschen glauben? Rettet dieser Glaube uns vor Katastrophen? Und damit meine ich persönliche Katastrophen wie z.B. Beziehungsstreit, Verlustängste, sich austoben.

Stell dir vor: du lernst jemanden kennen, verliebst dich. Ihr kennt euch in- und auswendig, seht euch jeden Tag. Dann kommt ein Knacks, du gestehst deine Zuneigung, er/sie kommt mit jemand anderem zusammen und ihr verliert euch dank mittelschwerer Streitigkeiten aus den Augen. Kaum denkst du mal nicht an ihn, stürzt du dich in eine Beziehung und nach ein paar Monaten merkst du, dass du nicht an deinen Partner denkst, sondern an die Person, die du "nicht hattest". Die Beziehung beendest du und das gleiche passiert noch einmal und noch einmal. Ist dann der Mensch, der dir nicht aus dem Kopf geht deine wahre Liebe? Dein perfekter Deckel?

Der perfekte Partner bedeutet, so die allgemeine Annahme, dass man sich gegenseitig liebt, zusammen alt & glücklich wird, die Fehler des anderen aktzeptiert und darüer hinwegsieht. Wie soll man so seinen Deckel finden? Ist es nicht eine logische Annahme, dass "große Liebe + persönlicher Deckel = glückliche Ehe bis zum Tode" bedeutet? Nein! Oder doch? Ich weiß es nicht. Aber selbst wenn das so ist... Was waren dann die Beziehung vor dem Deckel? Ersatzdeckel, die umgetauscht werden... Ein vorrübergehendes Provisorium? Oder vielleicht doch nur ein Fehler, weil man blind war?

 

Falls mir noch irgend jemand folgen konnte... Gute Nacht an dieser Stelle. Das ist eine langandauernde Diskussion, für die es heute zu früh am Tage ist...

29.12.09 01:19


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01.11.09

Wie dreist sind manche Menschen eigentlich? Ich habe gerade erfahren, dass jemand "mein Lied" vorgetragen hat, was der Chorleiter, dessen Idee das war (ja ja, klar) von mir "geklaut" hat. Das habe ich auf einer Hochzeit gesungen und es war bis heute irgendwie "meins" - klingt das egoistisch? Vielleicht ist es das auch, wer weiß. Es ist nur eine Frechheit... Zumal das schon das zweite Mal ist. Das erste Mal liegt bereits 2 Jahre zurück, als ich vor der Chorprobe ein Stück auf dem Klavier gespielt habe, was ich mit meinem Jugendchor machen wollte bzw. auch getan habe. Er kam rein und sagte sinngemäßg, was das denn für ein Lied wäre. Begeistert war er nicht. Ein paar Wochen später erzählt mir jemand, dass er das nun auch mit seinem Chor macht. Tut mir Leid, aber das ist dreist und langweilig zugleich. Oder nicht? Er hat seine Lieblinge im Chor und Scheuklappen an die Wange geklebt, so ist jedenfalls mein Gefühl. Okay, nicht nur ich denke so, auch andere regen sich darüber auf.

Vor Wochen habe ich ihn gefragt, ob ich in seinem Chor ein, zwei Mal das Einsingen übernehmen dürfte, um nicht aus der Übung zu kommen bzw. etwas auszuprobieren. Was darauf kam? Nichts. Keine Reaktion, kein gar nichts! Statt irgendwie zu antworten "Das möchte ich nicht." oder "Nicht in meinem Chor". Nö, dann lieber die Klappe halten und mich ignorieren.

Aber so ist es leider auch in anderen Chören. 2007 oder 2008 gab es nach einem Chorleiter-Seminar einen Vortrag in dem gesagt wurde, dass ein Dirigent/Chorleiter in erster Linie Psychologe und Pädagoge sein muss bzw. sein sollte. Bingo! Nur leider kenne ich nur 4 Menschen auf die das zutrifft, die sich um ihre Chöre kümmern, zuhören, wenn es Probleme gibt und vor Kritik nicht davonlaufen. Dazu muss man sagen, dass diese Dirigenten nur 4 von ca. 30 mir bekannten sind. Das ist deprimierend.

Die Chorleiter unseres Gemeinde-Chores bekommen irgendwie auch nichts auf die Reihe. Nachdem November 2008 der Chorleiter "gekündigt" hat, ward er nie wieder gesehen. Okay, das ist sein Ding. Nach einem Gespräch mit allen Musik-Futzis der Gemeinde hat jemand vorrübergehend die Leitung übernommen - bis Jahresende; so war es gedacht. Danach stellte sich ein Team von 3 Leuten zusammen, heute sind es 4. Bei denen hat man leider das Gefühl, dass jeder gegen jeder arbeitet. Person A macht etwas, wobei A die Hilfe von B braucht. In der Probe steuert Person B aber immer gegen das an, was A sagt bzw. machen möchte, statt die Klappe zu halten und hinterher Kontra zu geben. Aber nein, der ganze Chor bekommt das mit und es ist B scheinbar egal, weil auch er Scheuklappen im Gesicht hat. So etwas ist unprofessionell und sollte nicht vor dem Chor ausgetragen werden. Damit erinnere ich an den Anfang meines Textes; ein Chorleiter MUSS Psychologe und Pädagoge sein, damit der Chor funktioniert, eine Gemeinschaft entstehen kann und sich jeder wohlfühlt (auch, wenn man es nie allen recht machen kann, das ist klar)!

Ziemlich deprimierend ist es auch, wenn man wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen wird. Erst heißt es "Ich würde mich freuen, wenn du in die Chorleitung mit einsteigst!" und dann, zwei Monate später wird man auf der Strecke gelassen. Begründung: es gibt jetzt ein Team und Neulinge sind unerwünscht. Wenn das so wäre, könnte ich damit leben. Aber es war anders! Nachdem ich also zusammen mit Person X und Y wieder "aussortiert" wurde, wenige Tage später, steht Person X da vorne und macht das Einsingen, macht Einzelstimmproben, etc. Da frage ich mich: warum darf ich nicht? Darf man das nur, wenn man Verwandte hat, die mal Dirigenten waren? Wenn man studiert? Wenn man aus einer anderen Stadt kommt und dort der Star war? Da freue ich mich schon fast noch mehr darauf, möglicherweise nächstes Jahr die Stadt zu verlassen. Vielleicht habe ich dann endlich mal die Möglichkeit mein Wissen und Können zu erweitern, ohne dass neue "Stars" dazustoßen.

Falls das hier ein Dirigent liest, denk dran: 1. jeder Sänger/innen; 2. gute Laune, Wohlfühlen; 3. Musik.

1.11.09 22:48


31.10.2009

Ein komischer Tag... Gestern stand ich kurz davor, zu kündigen und heute denke ich, dass sich das alles vielleicht ein bisschen regeln wird, wenn manche Menschen einfach mal Rücksicht nehmen und lernen, sich sozial zu verhalten.
Vor ungefähr einer Woche habe ich meinem jüngstem Cousin eine Mail geschickt; wir haben uns seit 5 oder 6 Jahren nicht gesehen. Warum? Keiner weiß es. Vielleicht lag es daran, dass meine Oma verstorben ist und danach niemand mehr einen Grund sah, sich zu Weihnachten, Geburtstagen etc. zu besuchen. Ist es nicht genau das, was Familie ausmacht? Kompromisse, Nächstenliebe... Da könnte man jetzt sehr viel aufzählen.

Letztes Wochenende war ich auf einer Jugendfreizeit, mit 19 anderen. Das war ein Wochenende voller Emotionen. Von 100 auf 0 runter und wieder hoch auf 50; da war wirklich alles dabei - das sagen alle. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es um Mitternacht einen Gottesdienst bei Kerzenlicht. Das war der nervlich anstrengenste GD, den ich je besucht habe. Anstrengend zuzuhören, die Trauer und Tränen zu unterdrücken und die Beine daran hindern, nicht loszulaufen. Und so erging es nicht nur mir. Ich denke, das Wochenende und die Themen, der Gottesdienst... das alles wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Wer weiß, vielleicht unterhalten wir uns in 20 Jahren darüber, wenn unsere eigenen Kinder schon lange laufen können, wie es damals war, als wir nachts zusammensaßen.
31.10.09 07:28




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