White Flowers
01.11.09

Wie dreist sind manche Menschen eigentlich? Ich habe gerade erfahren, dass jemand "mein Lied" vorgetragen hat, was der Chorleiter, dessen Idee das war (ja ja, klar) von mir "geklaut" hat. Das habe ich auf einer Hochzeit gesungen und es war bis heute irgendwie "meins" - klingt das egoistisch? Vielleicht ist es das auch, wer weiß. Es ist nur eine Frechheit... Zumal das schon das zweite Mal ist. Das erste Mal liegt bereits 2 Jahre zurück, als ich vor der Chorprobe ein Stück auf dem Klavier gespielt habe, was ich mit meinem Jugendchor machen wollte bzw. auch getan habe. Er kam rein und sagte sinngemäßg, was das denn für ein Lied wäre. Begeistert war er nicht. Ein paar Wochen später erzählt mir jemand, dass er das nun auch mit seinem Chor macht. Tut mir Leid, aber das ist dreist und langweilig zugleich. Oder nicht? Er hat seine Lieblinge im Chor und Scheuklappen an die Wange geklebt, so ist jedenfalls mein Gefühl. Okay, nicht nur ich denke so, auch andere regen sich darüber auf.

Vor Wochen habe ich ihn gefragt, ob ich in seinem Chor ein, zwei Mal das Einsingen übernehmen dürfte, um nicht aus der Übung zu kommen bzw. etwas auszuprobieren. Was darauf kam? Nichts. Keine Reaktion, kein gar nichts! Statt irgendwie zu antworten "Das möchte ich nicht." oder "Nicht in meinem Chor". Nö, dann lieber die Klappe halten und mich ignorieren.

Aber so ist es leider auch in anderen Chören. 2007 oder 2008 gab es nach einem Chorleiter-Seminar einen Vortrag in dem gesagt wurde, dass ein Dirigent/Chorleiter in erster Linie Psychologe und Pädagoge sein muss bzw. sein sollte. Bingo! Nur leider kenne ich nur 4 Menschen auf die das zutrifft, die sich um ihre Chöre kümmern, zuhören, wenn es Probleme gibt und vor Kritik nicht davonlaufen. Dazu muss man sagen, dass diese Dirigenten nur 4 von ca. 30 mir bekannten sind. Das ist deprimierend.

Die Chorleiter unseres Gemeinde-Chores bekommen irgendwie auch nichts auf die Reihe. Nachdem November 2008 der Chorleiter "gekündigt" hat, ward er nie wieder gesehen. Okay, das ist sein Ding. Nach einem Gespräch mit allen Musik-Futzis der Gemeinde hat jemand vorrübergehend die Leitung übernommen - bis Jahresende; so war es gedacht. Danach stellte sich ein Team von 3 Leuten zusammen, heute sind es 4. Bei denen hat man leider das Gefühl, dass jeder gegen jeder arbeitet. Person A macht etwas, wobei A die Hilfe von B braucht. In der Probe steuert Person B aber immer gegen das an, was A sagt bzw. machen möchte, statt die Klappe zu halten und hinterher Kontra zu geben. Aber nein, der ganze Chor bekommt das mit und es ist B scheinbar egal, weil auch er Scheuklappen im Gesicht hat. So etwas ist unprofessionell und sollte nicht vor dem Chor ausgetragen werden. Damit erinnere ich an den Anfang meines Textes; ein Chorleiter MUSS Psychologe und Pädagoge sein, damit der Chor funktioniert, eine Gemeinschaft entstehen kann und sich jeder wohlfühlt (auch, wenn man es nie allen recht machen kann, das ist klar)!

Ziemlich deprimierend ist es auch, wenn man wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen wird. Erst heißt es "Ich würde mich freuen, wenn du in die Chorleitung mit einsteigst!" und dann, zwei Monate später wird man auf der Strecke gelassen. Begründung: es gibt jetzt ein Team und Neulinge sind unerwünscht. Wenn das so wäre, könnte ich damit leben. Aber es war anders! Nachdem ich also zusammen mit Person X und Y wieder "aussortiert" wurde, wenige Tage später, steht Person X da vorne und macht das Einsingen, macht Einzelstimmproben, etc. Da frage ich mich: warum darf ich nicht? Darf man das nur, wenn man Verwandte hat, die mal Dirigenten waren? Wenn man studiert? Wenn man aus einer anderen Stadt kommt und dort der Star war? Da freue ich mich schon fast noch mehr darauf, möglicherweise nächstes Jahr die Stadt zu verlassen. Vielleicht habe ich dann endlich mal die Möglichkeit mein Wissen und Können zu erweitern, ohne dass neue "Stars" dazustoßen.

Falls das hier ein Dirigent liest, denk dran: 1. jeder Sänger/innen; 2. gute Laune, Wohlfühlen; 3. Musik.

1.11.09 22:48
 


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